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Ein Unternehmer, der die Branche prägte
Vor 25 Jahren übernahm Ronald Eckert mit 26 die Geschäftsführung von Döbler – einem Hamburger Traditionshaus, das seit 1921 Werbeartikel handelt. Damals war die Branche noch eine andere: „Wir galten als Kugelschreiber-Fuzzis, irgendwo zwischen Versicherungsvertretern und Drückerkolonnen“, erinnert er sich. Heute ist Döbler ein strategischer Beratungsbetrieb, der für Marken ganze Merchandising-Kollektionen entwickelt. Wie gelang dieser Wandel?
Als Ronald Eckert 1996 bei Döbler einstieg, war das Geschäft noch simpel: gedruckte Kataloge und Faxe verschicken, auf Bestellungen warten. „Man hat den Möbius-Katalog mit eigenem Cover an tausende Adressen geschickt – und dann vor dem Faxgerät gesessen, bis es klingelte.“ Doch die Branche stand vor einem Problem: Sie galt als Billig-Anbieter, nicht als Marketingpartner.
„„Die Wahrnehmung unseres Mediums hat sich radikal verbessert. Große Unternehmen verstehen heute, was sie mit Werbeartikeln erreichen können – wenn sie richtig eingesetzt werden.“Ronald Eckert, Geschäftsführer
Die Wende kam mit den Krisen. Dotcom-Crash 2001, Finanzkrise 2008, Corona – jede Krise zwang die Werbeartikelbranche, sich neu zu erfinden.
Döbler setzte auf Beratung statt Massenware: „Wir haben aufgehört, „Hauptsache billig“ zu verkaufen, und stattdessen gefragt: Was will der Kunde wirklich erreichen?“
Heute entwickelt das Team individuelle Kampagnen, von der Idee bis zur Umsetzung – inklusive Grafik, Online-Marketing und Nachhaltigkeitskonzepten.
Eckert selbst durchlief den bwg-Lehrgang „Werbeartikel-Vertriebsberater“ – für ihn die beste Fortbildung der Branche. Doch viele Kollegen verschlossen die Augen: „Einige Chefs ließen ihre Mitarbeiter nicht teilnehmen, aus Angst, sie könnten mehr wissen als sie selbst.“ Ein fataler Fehler.
Warum Weiterbildung heute unverzichtbar ist:
KI, Digitalisierung, Nachhaltigkeit – wer hier nicht mitkommt, verliert den Anschluss.
Bei Döbler sind Schulungen Pflicht: „Meine Mitarbeiter bilden sich regelmäßig weiter, ob in Online-Marketing oder KI-Tools.“
Sein Appell: „Die Branche muss Wissen teilen, sonst bleibt sie stehen.“
Trotz aller Herausforderungen ist Eckert optimistisch: „Werbeartikel sind eines der wirksamsten Marketingtools – sie erreichen Menschen direkt und emotional.“ Damit das so bleibt, braucht es zwei Dinge:
Bessere Steuerregeln, die Nachhaltigkeit belohnen, nicht bestrafen. Gattungsmarketing: „Wir müssen stolz aus der Nische treten und zeigen, was wir können – auf Augenhöhe mit anderen Marketingdisziplinen.“
Sein persönliches Fazit:
„Die Branche hat sich vom Negativ-Image zum seriösen Partner entwickelt. Aber sie darf sich nicht auf Lorbeeren ausruhen. Wer stillsteht, wird überholt.“
Seine Geschichte zeigt: Erfolg kommt nicht von allein, sondern durch Mut, Anpassung und klare Haltung.
– Krisen als Chance nutzen – wer flexibel bleibt, überlebt.
– In Weiterbildung investieren – Wissen ist der einzige Wettbewerbsvorteil, den niemand kopieren kann.
– Politik nicht dem Zufall überlassen – wer Rahmenbedingungen ändern will, muss sich einmischen.
– Stolz auf das eigene Tun sein – Werbeartikel sind ein mächtiges Marketinginstrument – kein „Nebengeschäft“
Das Original Interview mit allen Details können Sie
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